27.04.2012 Eugen Schlachter

Veranstaltung mit Eugen Schlachter am 27.04.2012 im Bräuhaus Ummendorf

EURO-Krise – wer blickt da noch durch?

Das Nebenzimmer war mit 25 Personen gut gefüllt, ebenso dicht waren die Informationen, die Eugen Schlachter in eindrucksvollen  Grafiken und klaren Erläuterungen zum Thema „Schuldenkrise“ machte. Sehr deutlich legte Schlachter dar, dass die Ursachen dieser Misere hausgemacht sind. Einer der wichtigsten Gründe für die heutigen Probleme der Staatsfinanzen in Portugal, Spanien, Irland, Italien und Griechenland sei die Niedrigzinspolitik in der Europäischen Währungsunion seit 1999 bis zur ersten Finanzkrise 2009 gewesen. Sie führte in den genannten Ländern zunächst zu einem nur mit Krediten finanzierten Aufschwung, der eine stabile Entwicklung vorgaukelte. Fast in jedem Krisenland  platzte eine Immobilienblase, Arbeitslosigkeit und sinkende Wirtschaftskraft verschärften die Probleme der Bürger. Kann die Krise mit Sparprogrammen überhaupt je bewältigt werden?  Ist es nicht gleichzeitig erforderlich, die betroffenen Volkswirtschaften durch Investitionsprogramme zu stärken ? Viele Fragen, auf die in der lebhaften Diskussion keine allgemeingültigen Antworten gefunden wurden. Deutlich wurde aber auch, dass es mit der finanziellen Verfassung Deutschlands bei weitem nicht so gut bestellt ist. Dennoch wird Deutschland in die Rolle des Retters der finanziell klammen Euro-Mitgliedsländer gedrängt, eine Aufgabe, an der man scheitern kann.